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Foto: Stadt Waltrop. Auf dem Bild: Frauenfrühstück im Yahoo
Überschrift
Weltfrauentag 2017 - 80 Waltroperinnen beim Frauenfrühstück im Yahoo
Datum
07.03.2017
Meldung


Gut aufgelegt begingen rund 80 Damen im Jugendcafé Yahoo den vorgezogenen Weltfrauentag. Im Rahmen des traditionellen Frauenfrühstücks ließen sich die Waltroperinnen von der sympathischen Neurologin und Präsidentin des Weltärztinnenbundes Prof. Dr. Bettina Pfleiderer begeistern, die anschaulich und augenzwinkernd zum Thema „Mann, Frau, Gehirn“ referierte.

Gleichstellungsbeauftragte Sandra Hilse und VHS-Leiter Clemens Schmale, der sich zum Vortrag „allein unter Frauen“ wagte, freuten sich über die große Resonanz auf die gemeinsame Veranstaltung.

Bereits zum dritten Mal fand das Frauenfrühstück im Yahoo statt, und die limitierten Karten waren nach der Ankündigung in wenigen Tagen ausverkauft gewesen. „Wir feiern heute den Weltfrauentag, aber es ist auch nach wie vor wichtig, diesen internationalen Symboltag weiterhin dafür zu nutzen, darauf aufmerksam zu machen, dass die Gleichstellung der Geschlechter weder in Deutschland noch im Rest der Welt Realität ist. Der Weltfrauentag bietet weltweit die Möglichkeit, öffentlich auf nicht verwirklichte Frauenrechte hinzuweisen“, erklärte Sandra Hilse die Bedeutung des Datums und die Vielfalt der Aktionen.

Bürgermeisterin Nicole Moenikes grüßte dieses Mal per Videobotschaft und stellte das Wahlrecht in den Blickpunkt, dass Frauen in Deutschland erst seit knapp 100 Jahren ausüben dürfen und dies auch im Wahljahr 2017 sollten.

Prof. Dr. Pfleiderer unterstrich im Rahmen ihres kurzweiligen und plakativen Vortrags den politischen Einfluss in Bezug auf Vorurteile über das Denken von Frauen und Männern. „Männliche und weibliche Gehirne sind anders aufgebaut“, erklärte Pfleiderer. „Das ist ein Befund, der aber noch lange nicht bedeutet, dass wir wissen, wie Frauen und Männer denken.“

„Die vermeintlichen Kenntnisse über typisch weibliches und männliches Denken und Handeln entstammen äußeren, multifaktoriellen Einflüssen und der Kultivierung von Sterotypen in der gesellschaftlichen Entwicklung“, erläuterte die Wissenschaftlerin.

Im Anschluss gab es viele Fragen aus dem Publikum und den Anwesenden wurde klar, dass ein Frauenfrühstück für die Komplexität des Themas bei weitem nicht ausreicht.   


Foto: Stadt Waltrop