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Steampunk Jubilee im LWL-Industriemuseum
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Kategorie
Führungen
Sonstiges
Veranstaltungsdatum
am 13.08.2022
Zeiten
Samstag: 12:00 Uhr - 20:00 Uhr
Inhalt

Die Menge jubelte, als Wilhelm II. am 11. August 1899 das Schiffshebewerk Henrichenburg einweihte. 123 Jahre später, am Samstag (13.8.22) von 12 bis 20 Uhr und am Sonntag (14.8.22) von 10 bis 18 Uhr feiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum den Geburtstag des schönsten Bauwerks am Dortmund-Ems-Kanal mit dem "Steampunk Jubilee".

Das Steampunk-Programm
Die viktorianisch-wilhelminisch inspirierte Steampunk-Bewegung übernimmt an diesen Tagen die Regie rund um das Denkmal. Auf dem gesamten Museumsgelände sind außergewöhnlich "gewandete" Persönlichkeiten unterwegs, die gemeinsam ein fantasievolles Programm gestalten.

Am Oberwasser und in der Maschinenhalle sind Steampunk-Händler mit ausgefallener Bekleidung, exquisitem Schmuck und etwas anderen Dekorationsideen zu finden. Hier findet sich auch das "Amt für Ätherangelegenheiten", das an diesem Wochenende eine Außenstelle in Waltrop einrichtet. Die Beamten dieser Szene-Organisation stellen die bei Steampunks beliebten "Zeitreisepässe" aus und verteilen "Temporalmarken".

Auf der Bühne am Oberwasser wechseln sich zahlreiche Show-Acts ab: Am Samstag bietet "Insanity Firedance" Steampunk-Tanz mit Show-Einlagen. "Isolde's Historischer Tanz" ist inspiriert von Renaissance und Barock und lädt zum Mittanzen ein. Livemusik bietet am Samstag die musikalische Luftschiffbesatzung "La Frontera Victoriana" mit ihrem "Steampunk Rock & Pop Musiktheater". Am Sonntag ist "Music for the Kitchen" mit ihrem etwas anderen Mix aus nostalgischem Schlager, Rock & Pop zu erleben.

Die Drehorgelspieler "Lesebär und die rote Jule" und Schauspieler "Roland von Rauxel" sorgen an beiden Tagen für musikalische und literarische Untermalung des "retromantischen" Geschehens am Ober- und Unterwasser. Diverse Walking-Acts und Steampunk-Fahrzeuge drehen ihre Runden, und auf der Festwiese am Oberwasser schlagen verschiedene Steampunk Maker Gruppen aus Deutschland und den Niederlanden ihr Lager auf.

In der Bilderwerkstatt neben der Maschinenhalle leuchtet die Laterna Magica. Dort gibt es "Kino wie zu Kaisers Zeiten", als historische Projektionsvorführung mit (fast) originaler Grammofon-Untermalung.

An beiden Tagen finden Steampunk Foto-Shootings für Besucher:innen statt, am Abend wird mit allen Gewandeten ein Gruppenfoto geschossen. Für besondere Spannung am Sonntag sorgt zudem die "Maritime Gewandungs-Prämierung".

Das Freigelände am Oberwasser bietet viel Platz für ein Steampunk-Picknick, die Kinder können sich auf dem Wasserspielplatz austoben.

Museumsangebote
Das LWL-Industriemuseum stellt - passend zum Steampunk Jubilee - seinen Dampfer "Cerberus" in Dienst, der am Samstag von 12 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16.30 zu kostenlosen Kurzrundfahrten (jeweils 20 bis 30 Minuten) vom Oberwasser aus startet. Am Unterwasser bietet das Fahrgastschiff "Henrichenburg" Touren an, für die ein Fahrpreis von 8 Euro (für Erwachsene) bzw. 6 Euro (für Kinder) zu entrichten ist.

Im Hafengebäude läuft die Sonderausstellung "Hidden Costs. Ewigkeitslasten", die Luftbilder von J Henry Fair zeigt. Sie wirken auf den ersten Blick wie abstrakte Kunstwerke, zeigen aber großflächige Umweltzerstörungen auf verschiedenen Kontinenten. Auf dem Lastkahn "Ostara" ist die Sonderausstellung "Experiment Heimat" zu sehen. An beiden Tagen bietet das Museum kostenlose Führungen zum Schiffshebewerk und zu den historischen Schiffen an, außerdem können die Besucher:innen die im Kesselhaus eingebaute Schiffsdampfmaschine in Aktion erleben.

Für Essen und Trinken sorgen zum Anlass passende Stände mit Eis, Flammkuchen, fleischhaltigen, vegetarischen und veganen Speisen sowie Wein, Met und Apfelsaft, außerdem sind die bewährten Teams von Birgit Langers historischem Gastrobus am Unterwasser und vom Café Hafenklang am Oberwasser im Einsatz.


Was ist Steampunk?
Steampunk gibt es bereits seit den 1980er Jahren. Es ist eine Subkultur, in der moderne Technik mit Elementen des viktorianisch-wilhelminischen Zeitalters verknüpft werden. Aspekte wie Recycling und Upcycling sind dabei wichtig; Höflichkeit und gute Umgangsformen sind ebenfalls gerne gesehen.

Die Bewegung ist von Science-Fiction Autoren wie H.G. Wells und Jules Verne inspiriert und zeigt mithilfe von meist selbstgefertigten Kleidern, Accessoires und Geräten, wie sich die Menschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zukunft, also unsere Gegenwart, vorgestellt haben könnten. Allein in Europa gibt es einige tausend aktive Steampunks, die sich regelmäßig auf Festivals treffen und miteinander austauschen.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg
Bei seiner Eröffnung 1899 galt das Schiffshebewerk Henrichenburg als technisches Wunder. Schiffe mit bis zu 750 Tonnen Ladefähigkeiten konnten wie in einem riesigen Fahrstuhl 14 Meter hoch- und runtergefahren werden. Das war nötig, um Kohlen über den Dortmund-Ems nach Emden oder Erz nach Dortmund zu fahren. Es war das erste Mehrschwimmer-Hebewerk der Welt und stellte mit seiner Leistungsfähigkeit alle anderen Hebewerke in den Schatten. Bis 1962 wurden hier täglich Schiffe gehoben. Mit der Eröffnung des Neuen Schiffhebewerks verlor es jedoch an Bedeutung und verfiel langsam. Als LWL 1979 beschloss, ein Industriemuseum zu gründen, war es in einem entsprechend schlechten Zustand. Nach jahrelanger Restaurierung eröffnete das heutige Museum 1992 seine Tore.

Ein besonderes Souvenir
Zu den Industriemuseen des LWL gehört auch das Textilwerk Bocholt (Kreis Borken), wo auf historischen Maschinen nach wie vor Stoffe gewebt werden. Dort sind Handtücher mit der Aufschrift "Schiffshebewerk" oder "Henrichenburg" produziert worden, die von den Grubentüchern des Bergbaus inspiriert sind. Die Tücher passen in die Steampunk-Epoche und können zum Preis von 7 Euro an der Museumskasse erworben werden.
 

Veranstaltungsstätte
LWL-Industriemuseum
Stadt
Waltrop
Veranstaltungsadresse
Am Hebewerk 26, 45731 Waltrop

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